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Bericht über die Gründung einer Initiative zur Unterstützung des Volksbegehrens für gute Schulen

Der folgende Bericht zeigt eindrucksvoll, wie man das Volksbegehren aktiv vor Ort unterstützen kann. Nutzen Sie die Erfahrungen und lassen auch Sie sich ermutigen, mit anderen Interessierten eine Initiative zu gründen.
Informieren Sie uns, wenn Sie eine weitere Unterstützergruppe zusammengebracht haben oder dabei Unterstützung benötigen.

 

Entstehung und Konzept einer

„Initiative zur Unterstützung des Volksbegehrens für gute Schulen in Niedersachsen“

1. Gründungsphase

a) Wir, eine kleine "Keimzelle", luden per E-Mail zu einem 1. Info-Treffen ein,
nachdem sich abzeichnete, dass das Volksbegehren stattfinden würde. Empfänger
der Einladung waren zunächst die Mitglieder des StER sowie der Gesamtschulinitiative.
Um unser Anliegen (Hintergrund und Ziele des Volksbegehrens)
allen Interessierten in unserem Ort und Umgebung zugänglich
zu machen, erfolgte darüber hinaus eine öffentliche Einladung/
Bekanntmachung über die örtliche Presse.
Dafür haben wir auf für jedermann zugängliche allgemeine Grundsatzinformationen
zurückgegriffen, die wir fast ausschließlich der Internetseite
www.volksbegehren-schulen.de entnommen haben. Mit großer Sorgfalt achten
wir bei unseren örtlichen Presse-Aktivitäten darauf, dass keine Informationen/
Stellungnahmen an die Presse gelangen, deren Verbreitung ausschließlich
der „Steuergruppe“ vorbehalten ist.
b) Während unseres ersten Treffens haben wir eine Übersicht erstellt, welche er
Schulen/Institutionen nicht vertreten sind/waren. Es wurde geklärt, wer wen wie
anspricht, um diese Lücken zu schließen.
c) Von Anfang an dabei waren Vertreter der GEW, Bündnis90/GRÜNEN, die Linke.
Die örtliche SPD war zunächst nicht vertreten. Mittlerweile hat sie uns zu unserem
großen Erfolg/Engagement beglückwünscht, ist tief beeindruckt und wird
langsam auch aktiv.

2. Organisations- und Arbeitsweise

a) Kontaktaufbau und -pflege zur örtlichen Presse durch feste Kontaktperson (=
Sprecher der Initiative) war und ist auch weiterhin überaus wichtig und notwendig.
Nur über eine gute Berichterstattung gelingt eine breite Streuung von wichtigen
Informationen, die viele Bürger erreichen. Wir haben von Anfang an gegenüber
der Presse klargestellt: „Ohne euch geht es nicht. Wir brauchen euch. Seid ihr
grundsätzlich bereit, über unsere Aktivitäten zu berichten bzw. uns zu unterstützen?“
b) Stetiger Informationsaustausch
• über E-Mail-Verteiler
• durch kontinuierliche Treffen (ca. alle 4 - 6 Wo. und immer durch die örtliche
Presse angekündigt!!!)
c) kontinuierliche Ergänzung der Übersicht der
• beteiligten örtlichen Schulen/Institutionen
sowie
• "Einzelunterstützer“
(sammeln alleine in ihrem persönlichen Umfeld, z. B. Verwandte, Bekannte,
Sportfreunde/-vereine, Klassenstammtische, Arbeitskollegen)
d) Kontinuierliche Ausweitung der Kontakte
(Wir versuchen gerade, unsere Kindergärten mit ins Boot zu holen)
d) Möglichst effektive Öffentlichkeitsarbeit
• kontinuierliche Berichterstattung über unsere Aktionen in der örtlichen
Presse
• Infostände (überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen), z. B.
- Wochen- und Weihnachtsmärkte
- Fußgängerzone Im Ort
- Schul- und Kindergartenveranstaltungen
(Weihnachtsfeiern, Miniphänomenta, Elternsprechtage, Tage der offenen
Tür etc.)
- vor Supermärkten
(wir stehen gerade in Verhandlungen mit „Neukauf“ - direkt gegenüber eines
Gymnasiums)
- vor Baumärkten
- angedacht für die Sommermonate:
• vor Schwimmbädern
• auf Sommerfesten
• Präsenz/Teilnahme am Schützenfestumzug in Ort
e) Möglichst optimale Betreuung/Unterstützung und Ausstattung der „Einzelsammler“/“
Sammlerteams“:
• Vorstellung des Volksbegehrens auf SER-Sitzungen
• kontinuierliche Versorgung mit Blanko-Unterschriftenlisten, Flyern, Plakaten,
Klemmbrett-Sets (bestückt mit 10 Blanko-Unterschriftenlisten, einem
Kugelschreiber, einem Plakat DIN A3 oder DIN A2 und einem Kurzhinweis,
was bei der Unterschriftensammlung zu berücksichtigen ist), Bereitstellung
Papier- Banner, Stehtische, Pavillons usw.
f) Aufbau und Pflege unserer Elternkontakte in Nachbargemeinden
g) Wir versuchen, einige Geschäftsleute - mit kleineren Betrieben vor Ort - einzubinden
durch persönliche Ansprache, verbunden mit der Bitte, ein Klemmbrett-
Set auslegen und ein Plakat aufhängen zu dürfen.
Unsere Erfahrung zeigt, dass das überall dort gut klappt, wo Geschäftsleute
gleichzeitig betroffene Eltern/Großeltern sind und dadurch das Volksbegehren
positiv sehen. Sie haben die Listen im Blick und kommen mit ihren Kunden darüber
auch ins Gespräch, z. B. funktioniert das besonders gut in einer/m
• kleinen Bankfiliale (weil Vertrauen der Kunden)
• Versicherungsagentur
• Krankengymnastik-Praxis/Arztpraxis/Kinderarztpraxis
• Kiosk (hier sind allein schon 250!!! Unterschriften gesammelt worden)
• Bäckerei (derzeit verhandeln wir mit dem Besitzer einer Bäckerei - mit
vielen Filialen in den einzelnen Ortsteilen)
Supermärkte eignen sich für diese Art des Sammelns nicht sonderlich,
weil die Listen dort unbeaufsichtigt herumliegen und die Gefahr zu
groß ist, dass volle Listen geklaut werden (haben wir gerade erlebt).

3. Finanzierung:

Die Finanzierung unserer Aktionen erfolgt über SPENDEN
• von Einzelpersonen
• Spenden von Institutionen (z. B. durch ein von Müttern organisiertes Frühstücksteam
an einer Haupt- und Realschule)
• „Hut-Sammlung“ (wird demnächst unter den Sitzungsteilnehmern durchgeführt
werden müssen)
Ob diese Finanzierungsmöglichkeiten bis zum Ende des Volksbegehrens ausreichen
werden, bleibt abzuwarten. Es könnte eng werden.

4. Zeitaufwand:

a) Da sich die Aktionen auf Eltern unterschiedlicher Schulen verteilen, kann der Aufwand
für die einzelnen Eltern so gering wie möglich gehalten werden. Unterschriftenstände
in den einzelnen Schulen sind effektiv (in kurzer Zeit kommen viele Unterschriften
- teilweise im Minutentakt - und mit geringem zeitlichen Aufwand sowie
geringer zeitlicher Vorarbeit zusammen).
b) Auch die Organisation der Unterschriftenstände außerhalb der Schule (z. B. auf öffentlichen
Plätzen etc.) ist durch geringen Arbeitsaufwand, überschaubaren Personaleinsatz/
Zeitaufwand sehr effektiv.
c) Die Rechnung ist einfach: Wenn viele helfen, ist der Zeitaufwand für den einzelnen
Helfer geringer.
d) Ein „Motor“, der alles am Laufen hält, ist unverzichtbar und glücklicherweise in unserer
Initiative vorhanden. Diese Person leistet natürlich wesentlich mehr Arbeit, als
alle anderen Helfer.
(ABER der Zeitraum ist begrenzt und überschaubar)

5. Unsere Ernte:

a) Durch gute Öffentlichkeitsarbeit sind viele Mitbürger im Ort über das Volksbegehren
gut informiert bzw. haben davon gehört.
b) Durch eine gute Berichterstattung in der Presse bekommen wir Zulauf von Menschen,
die uns beim Sammeln unterstützen wollen bzw. wundern sich einige Eltern/
OberstufenschülerInnen, dass sie über ihre Schulen/Schul-elternräte bzw.
Kigas noch nichts gehört haben und werden von selbst aktiv und sprechen uns an.
c) Da das Volksbegehren nun nicht mehr „fremd“ ist, sind die Menschen oftmals
ohne weitere Erläuterungen bereit, zu unterschreiben. Das erleichtert den
Sammlern die Arbeit ungemein.
d) Dass unsere Sammel-Aktionen so erfolgreich verlaufen, hat wiederum zur Folge,
dass unsere SammlerInnen nach wie vor sehr motiviert sind. Das wiederum
ist natürlich wichtig, um wieder andere motivieren zu können. Wir hoffen,
dass das auch weiterhin so gut funktionieren wird.
e) Einige unserer Unterschriften-SammlerInnen sind stetig bemüht, neue „Quellen“
aufzutun und machen sich Gedanken darüber, wie wir unsere Aktionen noch
ausweiten bzw. verbessern können.
f) Innerhalb von ca. 4 Wochen haben ca. 1.500 Einwohner und weitere 200 Bürger
aus ganz Niedersachsen für das Volksbegehren unterzeichnet.

6. Unsere Ziele:

Weiter so!